Endlich Vegan – Mein Leben ist nochmal so schön! Teil 1: High Heels, Bauchfrei und ein Traumtyp


Mein Leben ist schon schön, werdet ihr euch sagen. Dann könnt ihr gespannt sein, was mir Veganer in den letzten Jahren erzählt haben. Tolle Entwicklungen, neue Perspektiven und gesundheitliche Veränderungen. Auch mit der Liebe ist es anders und der Partner hat am meisten davon. Im ersten Teil erzähle ich euch von Sarah (27). Sie lebt in Hamburg und war beruflich ab und zu in Berlin.

2016 stand ich auf einer Veranstaltung am Brandenburger Tor hinter ihr. «Einen Kaffee mit Sojamilch bitte.» Das klang wie Musik in meinen Ohren, ich schloss mich direkt an und sagte: «Für mich auch.» Sie drehte sich um, sah mich über ihren Brillenrand an und lächelte. Wir kamen sofort ins Gespräch. „Es sind jetzt 8 Monate seit ich Vegan lebe und habe es bis heute nicht bereut.“ Die Entscheidung fiel ihr leicht, auch durch ihren jetzigen Partner.

Endlich Vegan?

Hamburg ist eine sehr internationale Stadt, allein schon durch den alten Hafen und die Jahrhunderte währenden Handels-Beziehungen mit der ganzen Welt. Vegane Restaurants und Geschäfte mit Veganen Lebensmitteln sind in einer so weltoffenen Stadt selbstverständlich. Sarah hat sich hin und wieder über so manche Lebensmittel Gedanken gemacht, die bei ihr auf dem Teller landeten. Während des Studiums hat sie sich auf einem grossen Agrarbetrieb etwas dazu verdient.

Kühe, Schweine, Hühner findet man oft auf Bauernhöfen, nicht aber Truthühner. Im Supermarkt und bei den Verbrauchern bekannt als Putenbrust, oftmals scheibchenweise abgepackt oder glänzend an der Fleischtheke abgewogen. Günstig, billig oder preiswert? Wie hätten sie es gerne? Ob alle Kinder, Heranwachsende oder auch wir Erwachsenen wissen, welches Tier dahinter steckt?

Das Leben des Truthahns in der Massentierhaltung, ist reinste Qual und nicht annähernd vergleichbar mit der freien Natur. Es gab ihr schon damals zu bedenken, was diesen Tieren so gefüttert wird. Auf Nachfrage konnte, oder wollte ihr keiner sagen was den Tiere in das Futter gemischt wird. Viele Jahre danach hatte sie immer noch Putenbrust auf dem Einkaufszettel und machte sich darüber keine grossen Gedanken. Sie lebte glücklich und zufrieden mit ihrem Partner und war beruflich wie privat ausgefüllt.

Tim – Traumtyp und Vegetarier

Ein Jahr nach der Trennung hatte sie hin und wieder jemanden kennen gelernt, aber so richtig war nichts dabei. Bis sie einen alten Schwarm aus der Schulzeit traf, der damals 3 Stufen höher war und sich nicht mehr an sie erinnern konnte. Es dauerte keine Woche und sie waren ein Paar. Obwohl Tim (30) als Vegetarier mit all seinen Lebensmitteln nicht wirklich passte, funktionierte es mit den beiden von Anfang an super. Nach einem gemütlichen Abend vor dem Fernseher, unterbreitete sie ihm einen Vorschlag: «Warum versuchen wir nicht einmal gemeinsam für ein paar Wochen oder Monate komplett Vegan zu leben!?» Er sagte begeistert zu.

Tim trat ein weiteres mal in das Leben von Sarah

Seit ihrer Kindheit leidet sie unter ihren Knieschmerzen. Denkt sie zurück an die Zeit als ihr der Arzt jedes Jahr eine Befreiung für den Schulsport mitgegeben hat, dann ist es ihr heute noch unangenehm. Tim hatte ein anderes Problem, seine unreine Haut war ihm peinlich und wurde mit allen erdenklichen Mitteln mehr schlecht als recht bekämpft. Besser wurde es erst, als er mit 23 auf einige Lebensmittel verzichtet hat und ein Jahr danach Vegetarier wurde.

«Dafür gibt es keine Beweise, das bildest Du Dir nur ein.» So sprach ein guter Freund, alle anderen waren angenehm über seine nahezu reine Haut überrascht. Auch zum Grillen wurde er eingeladen und stiess allgemein auf Verständnis. Dort kam seine selbstgemachte, vegetarische Lasagne immer gut an. Anfangs fehlte ihm das geliebte Stück Fleisch, der Fisch und die Wurst zwischen den Zähnen. Doch der Blick in den Spiegel stoppte diesen Wunsch nach den alten Essgewohnheiten dann prompt.

Als Vegetarier war Tim auch auf Grillfesten gern gesehen

High Heels und Bauchfrei

An diesem Tag, als wir uns in Berlin das erste mal trafen, trug sie bauchfrei und war ein echter Blickfang. «Dick war ich nie, eher füllig und gut gebaut. Das was ich heute trage hätte ich mich im letzten Sommer niemals getraut anzuziehen. Mindestens eine Konfektionsgrösse habe ich seitdem verloren!» Weitaus wichtiger waren ihre chronischen Schmerzen, oder was davon geblieben ist. «Vor ein paar Jahren konnte ich keinem Bus hinterher laufen oder zügig Treppen steigen. Heute kann ich kaum still sitzen und würde am Liebsten den ganzen Tag tanzen.»

Mit ihrem neuen Freund hat sie vor einem halben Jahr angefangen zu joggen, nur kurze Strecken mit kleinen Steigerungen. Es dauerte einige Zeit bis die Knieschmerzen komplett weg waren. «Völlig schmerzfrei kann ich jetzt auch auf hohen Schuhen laufen und das gefällt Tim ganz besonders.»

Veganes Treffen mit beiden in Hamburg

Zwei Jahre danach habe ich mich mit ihr und ihrem Partner zu einem kurzen Plausch in einem Café in Hamburg verabredet. Ich meldete ich mich bei ihr zwei Tage vor meiner Fahrt und freute mich, dass es gleich am ersten Tag klappte. Er sportlich mit Jeans und Shirt. Sie mal wieder Top gestylt, selbstbewusst auf High Heels, Sommerkleid und offenes Haar.

Als echter Blickfang sorgte sie wieder einmal für viel Aufmerksamkeit. Den stolzen und verliebten Blick von Tim werde ich nie vergessen. Es war ein angenehmer Nachmittag, wir haben geredet und viel gelacht. Tim und Sarah haben noch ein weiteres Paar im Freundeskreis das mittlerweile Vegan lebt und spüren eine gute Entwicklung in der Gesellschaft. Der Trend geht in Hamburg zu fleischloser Ernährung.

Das Leben ist nochmal so schön

Ein rundum glückliches Paar das sich von seinen Leiden befreit hat. Sie hat keine Probleme mehr mit den Knien, er kann wieder in den Spiegel schauen ohne gleich den Blick zu senken. Seine Haut ist ohne Makel ohne auch nur ein Mittel aufzutragen. Eine schöne Entwicklung, denn die Entscheidung Vegan zu leben, ist eine der besten die man treffen kann.

Teil 2: Elvira schwingt das Tanzbein

Im zweiten Teil erzähle ich euch die Geschichte von Elvira (91) und ihrem Wunsch Tanzen zu gehen. Was Fritz (80) dann macht ist wunderbar. Sie sahen sich zum ersten Mal in einem Park. Er sass auf einer Bank und genoss die letzten Sonnenstrahlen des Sommers und nach einiger Zeit liessen beide eine Romanze zu. Was das mit dem Veganen Leben zu tun hat erfahrt ihr in Kürze.

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