Meine Hausärztin und die 3 goldenen Regeln


Ich lernte meine Hausärztin im Jahre 2010 kennen. Eine grosse, jugendlich wirkende Powerfrau wie aus einem Modemagazin. Jahre später erwähnte sie ganz nebenher wie alt sie ist, ich schätzte sie wesentlich jünger. Gleich beim ersten Gespräch kamen wir auf die Ernährung zu sprechen, ich freute mich über viele gute Tipps und auch den einen oder anderen Ratschlag. Zu dieser Zeit war ich noch Vegetarier, genau wie sie.

Fünf Jahre später habe ich ihr bei einem Termin meine Entscheidung Vegan zu Leben mitgeteilt. „Als Veganer müssen Sie auf ihren Körper achten!“ sagte sie mit freundlicher Stimme und machte eine Pause. „Obwohl Sie sich in Zukunft besser und leichter fühlen, seltener krank werden und zusätzliche Energiereserven aufbauen, ist eine gute Nahrung wichtig! Ich bin mir sicher, dass Ihre Gesundheit lange stabil bleibt, ohne weiteres bis ins hohe Alter.“

Kaufen sie möglichst Frisch ein

Seit einiger Zeit spürte ich tatsächlich die Verbesserung vom Vegetarischen zum Veganen Leben. Meine Entscheidung Vegan zu Leben hat sie hoch angerechnet. Nach der Routineuntersuchung machte sie mir ein Kompliment bezüglich meiner guten Verfassung.

„Dennoch möchte ich Ihnen etwas wichtiges mit auf den Weg geben: Informieren Sie sich über die angebotene Nahrung. Kaufen Sie möglichst frisch ein!“ Das ist nicht immer einfach, aber gerade in dieser Zeit lohnt sich der Aufwand. Mittlerweile plane ich bewusster und bereite mich besser vor, gehe auf verschiedene Märkte und wenn ich es einrichten kann, fahre ich mit Freunden raus aufs Land und kaufe direkt bei den Obst- und Gemüsebauern.

Überraschende Hausärztin

Tage später rief meine Hausärztin an und sagte: „Es wartet eine Überraschung auf Sie in der Praxis. Während den Öffnungszeiten können Sie vorbeikommen und das Päckchen abholen.“ Man glaubt ja kaum, wie gespannt ich auf den Inhalt war. Bis Montag früh um 9 Uhr musste ich noch warten.

Die Assistentin öffnete die Tür und brachte mir nach wenigen Minuten einen kleinen geöffneten Karton. Meine Hausärztin steckte bei einem Patientenbesuch fest, sodass ich mich nicht persönlich bedanken konnte. „Sagen Sie Ihr bitte vielen Dank und senden Sie Ihr meine besten Grüsse.“

Muffins auf der Terrasse

Gespannt schaute ich direkt vor dem Haus in meine Überraschungs-Box. Zuerst einmal sah ich 3 Muffins, eingehüllt in leicht transparentem Papier mit der Aufschrift VEGAN TO GO! Sie waren gekühlt, vermutlich standen sie über das Wochenende im Kühlschrank der Praxis. Darunter 3 zusammen gefaltete Zettel. Zuhause angekommen machte ich mir einen Tee und setzte mich auf die Terrasse.

Die Vormittags-Sonne strahlte an diesem Oktobertag besonders angenehm. Schon der erste Muffin war ein Traum. Ich nahm den ersten Zettel, das Thema Vegan war nicht überraschend. Es waren handgeschriebene Texte, teilweise mit eingescannten Fotos und Berichten aus Magazinen. Überschrift: „1. Goldene Regel, 2. Goldene Regel und 3. Goldene Regel.“

Goldene Regel Nr. 1: Machen sie sich mit der Nahrung vertraut.

Alles sind wunderbare Gaben aus der Natur, nur kennt man sie oft nicht und traut sich deswegen nicht heran. Erfahren geht über reine Theorie, denn die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Nehmen sie sich die Zeit und die Ruhe vor jedem Einkauf ein weiteres Gemüse, Gewürz oder Obstsorte anzusehen.

Auch sollte man sich mit den verschiedenen Hülsenfrüchten, Pilzen und Nüssen auseinandersetzen. Viele neue Alternativen zu den herkömmlichen Nahrungsmitteln werden fast täglich dem Verbraucher präsentiert. Und nie vergessen: Probieren geht über studieren.

Wie schmecken Wirsing, Weißkohl, Süßkartoffel und alle anderen Geschenke der Natur? Was kann man alles mit ihnen kombinieren? Welcher Pilz zu welchem Gericht? Seien sie mal wieder kreativ und machen sie sich Notizen. Scheuen sie sich nicht den Händler nach dem Lieferanten zu fragen. Seien sie offen und gönnen sie sich Gesundheit.

Hier gilt natürlich, möglichst aus der Umgebung und nicht nur die schönsten heraussuchen. Eine krumme Möhre schmeckt genauso gut. Versuchen sie sich mit Obst- und Gemüse-Drinks in allen Variationen, gerade dann, wenn mal wieder Gemüsestücke nach dem Kochen übrig bleiben. Erfrischend im Sommer und im Winter angewärmt wohltuend für die Seele, ein Schuss Zitrone oder eine Prise Meersalz. Voilà!

Fahren sie mal raus aufs Land und sprechen sie mit den Bauern. Gerade im Hinblick auf die Saison und die Produktion erhalten sie hier einen guten Überblick und entwickeln ein gutes Verständnis für Lebensmittel. Nicht jeder hat das ganze Jahr Zeit sich die Lebensmittel von den Produzenten zu holen, das wäre auch nicht schön für die Umwelt.

Kaufen sie immer nach Bedarf, überreif hat viel Aroma, fest und grün kann man sich für die nächste leckere Suppe auf die Fensterbank in die Sonne legen. Alternativ kann man seine Phantasie ausleben, wenn man frei nach der Devise lebt: „Essen kreieren je nach Angebot der Saison und Verfügbarkeit.“ Eine Praxis, die immer mehr Anhänger findet. Warum sollten sie es nicht auch einmal ausprobieren? Nur Mut!

Immer mehr Menschen haben einen guten Vorrat an lagerfähigem Obst und Gemüse. Der Platz in der Küche wird sich finden und schon kann es losgehen. Ich empfehle ihnen eine kleine Kreidetafel zu den Waren zu legen, so kann man den Tag des Einlagerns und das Mindest-Haltbarkeitsdatum festhalten.

Obst hat noch einen zusätzlichen Vorteil, anders als beim Gemüse können sie mit dem bereits schrumpelig und unansehnlichen Obst immer noch wunderbare, vegane Kuchen backen und vegane Joghurts, oder auch Eis herstellen. Lassen sie die Ideen sprudeln.

Mit der Zeit entwickeln sie einen Bezug zum Essen, gewohnte Gerichte mit neuen Zutaten zu kochen macht ungeheuren Spass. Die erste selbstgemachte Marmelade macht sie mächtig stolz und lässt auch ihre Liebsten strahlen.

Goldene Regel Nr. 2: Bleiben sie in Bewegung

„Bewegung sie sich mehr!“ das hört man oft. „Gehen sie in die Natur, trinken und rauchen sie nicht soviel.“ kennt auch schon jeder zu genüge. Man kann dies Punkte aber nicht als Floskeln wegschieben, sie gelten auch für Veganer. Sie machen jedoch ihren Vorteil der stabileren Gesundheit zu nichte, wenn sie auf der anderen Seite nicht auf ihren Körper hören und anfangen würden zu trinken, rauchen und den ganzen Tag vor einem Bildschirm oder einem PC sitzen.

Aufraffen ist für alle Menschen schwer, aber von unschätzbarem Wert. Gehen sie es langsam an, denn in der Ruhe liegt die Kraft.

Seien sie aber geduldig, die verloren geglaubte Energie steht ihnen in Kürze wieder zur Verfügung. „Wie in alten Zeiten,“ werden sie sagen und jedes noch so hoch gesteckte Ziel erreichen. Meine Empfehlung für einen guten Einstieg ist: Gehen sie öfter durch den Park, den nahen Wald und nehmen sie eher selten den Aufzug. Jeder Meter zu Fuss bringt innerliche Freude, jeder Kilometer mit dem Rad wirkt wie ein Jungbrunnen und jede noch so lange Treppe fordert sie positiv heraus.

Als Veganer haben sie seltener Depressionen und eine eher positive Einstellung. Sie sind glücklicher und zufrieden, geradezu ansteckend wirkt ihre gute Laune in der Gesellschaft. Das neue Körpergefühl trägt dazu bei, wie auf Wolken gehen sie quasi mühelos und überraschend freiwillig längere Strecken zu Fuß und freuen sich schon beim ersten Augenaufschlag auf die wunderbare Natur, die Tiere und ihr ganz persönliches Leben.

Probleme mit Krankheiten kennen sie kaum noch, das sollte sie nicht leichtsinnig werden lassen. Wie leicht kann man den oben genannten Reizen verfallen und übermütig werden, ihr Körper kann ja erst einmal gut damit umgehen. Setzen sie sich in das Wartezimmer des Hausarztes Ihres Vertrauens, wenn sie krank oder zu dünn werden. Lassen sie sich regelmäßig, spätestens alle 2 Jahre durch checken. Ihre Gesundheit ist es Wert.

Sind Sie Mitglied im Fitnessstudio oder Sportverein?

Wenn nicht, dann wird es aber höchste Zeit. Sich zu motivieren ist schon der halbe Weg, dann unter Gleichgesinnten zu sein ist ein grosser Pluspunkt. Erwarten sie Anfangs keine Wunder, von Übertreibungen ist abzuraten. Als Veganer benötigen sie langfristig weniger Aufwand um ihren Körper zu formen und ihre Ausdauer zu verbessern, ohne Bewegung geht es aber auch nicht. Ob sie sportlich elegant, oder muskulös dominant auftreten wollen entscheiden sie selbst.

Schwimmen ist gut für Körper, Seele und Geist. Nicht jedem ist es gegeben täglich schwimmen zu gehen. Einmal die Woche ist schon super und es hat noch einige Zusatzeffekte, Vorfreude ist eine davon. Alles in ihnen bereitet sich auf den Moment des Eintauchens, des Wohlfühlens und Verlangens nach Bewegung vor. Auftrieb und Wiederstand des Wassers sind dem Körper nicht fremd, sondern regelrecht eine gewohnte Wohltat. Schweben und Fortbewegung im kühlen Nass ist auf unserer DNA seit Jahrmillionen festgeschrieben.

Das sagenumworbene Füllhorn

Vermutlich entsprach unsere Beziehung zum Meer, den unzähligen Seen und Flüssen etwas Lebensnotwendiges, ein Füllhorn. Die Basis unseres Daseins war und ist auch heute noch die ewige Suche nach Nahrung und die Selbsterhaltung im Verbund einer Lebensgemeinschaft. Gesundheit, Kraft und Ausdauer waren schon immer erforderlich, um nicht am Ende der Nahrungskette zu stehen. Unsere Vorfahren gingen ins Wasser zur Nahrungssuche. Gehen wir ins Wasser, dann können wir uns bis weit über die Lebenserwartung hinaus fit halten. Frei nach dem Motto: „Ich turne bis zur Urne.“

Schlank zu sein ist schön! Aber Vorsicht, einige nehmen gerade in den ersten Monaten ab, teilweise um bis zu 15%. Achten sie auf ihr Gewicht, sind sie zu dünn, kann es schnell in die Magersucht wechseln. Anfangs freut man sich über die vielen Komplimente und bewundernden Blicke. Das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl bauen sich stetig auf, man möchte die Welt umarmen. Mutig gehen sie alles an, sei es noch so kompliziert.

Sie sind aber nicht unverwundbar wie der Terminator, gelegentlich werden sie auch mal krank. Schlimmer wäre es, wenn sie auf der Welle reiten und nicht merken, dass ihr Körper einem Profi-Sportler ähnelt. Das ist nicht immer gesund und diese Sportler befinden sich unter ständiger Beobachtung. Dünn ist nicht Sexy. Empfehlenswert ist jetzt das Gespräch mit einem erfahrenen Mediziner, warten sie nicht zu lange.

Setzen sie sich in das Wartezimmer des Hausarztes Ihres Vertrauens und holen sie sich Rat und eine Überweisung zu einem Spezialisten. Alternativ empfehle ich ihnen einfach drauf los zu Essen, jeden Tag etwas mehr. Die wunderbaren veganen Gerichte machen es ihnen leicht und laden geradezu zum Genießen ein.

Allgemein gilt: Lassen sie sich regelmäßig, spätestens alle 2 Jahre kontrollieren. Ihre Gesundheit ist es Wert.

Golden Regel Nr. 3: Laden sie Freunde zum Essen ein

Sind sie ein guter Koch? Finden sie es heraus und lassen sie sich von ihren Freunden bewerten. Das macht Spass und ganz nebenbei können sie am Tisch Zweifel ausräumen und Fragen beantworten. Im Vorfeld wird ihnen der eine oder andere absagen, ob es um das Thema geht, den anderen Gästen, oder ob er oder sie einfach nur keine Zeit haben spielt dabei keine Rolle. Der Zuspruch der anderen Gäste ist ihnen sicher, auch wenn sie nicht jeden zum Veganer machen können. Nehmen sie es ihren Gästen nicht übel, wenn sie anschliessend einen Abstecher zur Würstchenbude machen.

Sobald die fröhliche Runde zusammen sitzt, servieren Sie ein Feuerwerk für die Geschmacksnerven. Die Reaktionen lassen dann nicht lange auf sich warten. Nehmen sie es dankend an und machen sie sich später Notizen. Überwiegt Kritik, sollte es sie anspornen das nächste Essen noch besser zu machen. Lassen sie sich auf keinen Fall einschüchtern, die Geschmäcker sind verschieden. Bedenken sie, was kann es in diesem Moment schöneres geben, als ein wunderbares Essen unter Freunden?

So richtig schön in fröhlicher Runde

Allein durchs Leben zu gehen ist für den Menschen nicht vorgesehen, bestimmt auch nicht für ihre Freunde. Bereiten sie sie gleich auf die nächste Einladung vor, zur Abwechslung mal in den Park zu einem Picknick. Seien sie Vorreiter und stellen sie ihnen den Weg des Veganen Lebens vor. Der Eine oder Andere hat eventuell schon mit dem Gedanken gespielt die Vegane Küche auszuprobieren.

Sie werden erstaunt sein, wie gut es sich anfühlt als Veganer durchs Leben zu gehen. Sie nehmen alles bewusster wahr und gehen mit offenen Augen durch die Welt. So richtig schön wird es in fröhlicher Runde als Gastgeber für Freunde, Familie und Bekannte. Sie stellen ihre Kochkünste unter Beweis und freuen sich über die vielen Anregungen und Bestätigungen. Jeden Tag werden es mehr Menschen, die sich für das Vegane Leben interessieren und dann auch glückliche Veganer werden.

Fazit

Die Gesellschaft wird zusehends auseinander dividiert, ob es Home-Office oder die Abstandsregeln sind. Notwendig, aber zerstörend ist die Wirkung auf die Kinder, die Jugendlichen, Erwachsene und die Alten. Fragt man Psychologen, bezeichnen sie die Isolation als Belastung, geradezu als Gesundheitsschädlich. Speziell im Lockdown betrübt es die Menschen das eine Kontaktsperre ausgerufen wurde, nicht zu schweigen von den vielen Besuchssperren in Kranken- und Altenheimen.

Alte und alleinstehende Menschen entwickeln jetzt selbst zerstörende Depressionen und Zukunftsängste. Wird man seine Angehörigen überhaupt noch einmal sehen, hört man von den Enkeln zu Weihnachten.

Wie überlebt man den eigenen Geburtstag in Isolation?

Sind sie erst alt und gebrechlich, dann werden sie auf das Abstellgleis geschoben. Lohnt es sich für die Krankenkasse nicht, haben sie auch kein Anrecht mehr auf lebenserhaltende Medikamente, Operationen und Reha-Massnahmen. Das war es für sie, so hart es auch klingt.

Nicht mehr Systemrelevant

Ein Leben lang gearbeitet und Beiträge gezahlt, kritikfrei und unkontrolliert gehen sie pünktlich vom Gehaltsscheck ab, sind sie dann als Kranker oder Pflegefall nur noch im Weg. Wer heute 50 ist, kann sich später keine Krankheit mehr leisten. Umso wichtiger ist es Gesund zu sein und zu bleiben. Als wichtigste und einfachste Massnahme ist die Entscheidung Vegan zu Leben. Alle bekannten Gesellschaftskrankheiten spielen kaum, oder gar keine Rolle mehr.

Sie haben es in der Hand, stellen sie schon in jungen Jahren die Weichen. Streichen sie alle überflüssigen Nahrungsmittel von ihrer Speisekarte. Der Aufwand ist geringer als man glaubt und alles verbessert sich, die Fitness und die Tagesform, das Bauchgefühl, der Bewegungsapparat, Haut und Haare, die positive Grundstimmung und viele weitere Optimierungen für den Menschen.

Meine intelligente Hausärztin

Hoffentlich haben sie bei der Wahl des richtigen Hausarztes genau soviel Glück wie ich und werden bei ihren klugen Entscheidungen unterstützt. Sprechen sie mit ihrem Hausarzt über das Vegane Leben und lassen sie sich beraten. Als Veganer ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch für immer Gesund und Beschwerdefrei zu bleiben. So ganz nebenbei schützen sie auch noch das Klima und die Tiere.

Herzlich Willkommen auf ihrem Weg zu einem glücklichen, beschwerdefreien Leben.

Previous Schon wieder Werbung
Next Wir sehen maximal 5 Tiere am Tag

No Comment

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.