„Esst alles auf, dann gibt es morgen wieder schönes Wetter.“


Schönes Wetter wenn alles aufgegessen ist

Schönes Wetter. Genießen in geselliger Runde ist etwas wunderbares. In vielen Familien wurde die Tradition hoch gehalten am Sonntag einen Braten zu servieren.

Der berühmte Sonntagsbraten im Römertopf mit Kartoffeln, Gemüse und viel Soße. Der Vorteil lag auf der Hand, nicht selten blieb etwas von der Soße und dem Braten übrig. So konnte man ein weiteres Essen am Montag für die Familie zaubern. Nudeln dazu. Fertig. Gemeinsam am Tisch besprach man wichtige Dinge für die kommenden Tage, lachte, neckte sich und freute sich auf morgen.

Schönes Wetter, wenn das so einfach ist, na dann!

Kinder glaubten daran, wenn sie alles aufessen das Wetter beeinflussen zu können und waren stolz darauf, wenn der Teller nach dem Essen wieder blitzblank war. Beginnt jedoch der Tag mit Dauerregen, Sturm und Hagel ist es auch OK. Nach Regen kommt bekanntlich Sonnenschein.

Lübeck: Man sagt, dass dieser Spruch aus dem Raum Lübeck stammt und sich nicht auf die Wettervorhersage bezieht. In eher schmalen Zeiten, vermutlich nach dem Krieg, streckte man die Soße vom Sonntagsbraten bis sie so hell war wie die Mehlschwitze und nicht einmal ein Hauch von Fleisch zu sehen war. Spätestens am Mittwoch, also Tag 3 nach dem Braten, sagte dann die Mutter zur Familie: „Esst alles auf, dann gibt es morgen was schönes wedder!“

Kann man einem passionierten Koch oder Köchin ein größeres Kompliment machen, als einen leeren Teller zu hinterlassen auch ohne die Belohnung von schönem Wetter. Höflichkeiten hin oder her. Zwingen sollte man niemand, schon gar nicht Kinder. Sie verlieren die Lust am Essen und was genauso schlimm wäre, sie empfinden Geselligkeit beim Essen als störend, geradezu kontrollierend. Ob sie dann Einzelgänger werden ist nicht bekannt.

Vor etwa 30 Jahren habe ich im Elsass in einem Restaurant gesessen, das nur einen langen Tisch hatte, keine durchgehende Bank, aber unzählige Stühle. Kinder wuselten umher, Teller standen gestapelt in der Mitte und es gab nur ein Gericht, davon aber reichlich. Natürlich ohne Ende Olivenöl, Baguette und Käse. Man kam ins Gespräch, die Hälfte sprach deutsch und zum Teil verstand ich Französisch. Der Grund, warum ich es hier berichte, ist: „Kinder sind fabelhaft!“

Als sie fertig waren, nahmen sie den Teller mit beiden Händen und leckten auch noch den Rest der Soße ab. Herrlich, auch die T-Shirts gingen nicht leer aus. Diesen Nachmittag zwischen den glücklichen Kindergesichtern habe ich bis heute nicht vergessen. Daher ärgert es mich immer wieder, wenn sich Gäste am Buffet den Teller übervoll machen und dann die Hälfte stehen lassen. Das Vegane Leben macht sie mit der Zeit noch aufmerksamer für das Wort Leben in Lebensmittel.

Schönes Wetter wenn alles aufgegessen ist

Genießen sie so oft sie können, dann und wann auch mal allein oder zu zweit.
Vor 50 Jahren war nicht alles besser, das Essen meiner Meinung nach schon. Gesundes Essen? Diese Frage stellt sich heute immer öfter beim Einkauf an der Fleischtheke, auf dem Markt, im Restaurant. Große Konzerne haben die Kontrolle über das Sortiment in Verbrauchermärkten und dem größten Teil des gesamten Lebensmittelmarktes.

Erfahren sie in den nächsten Beiträgen wie sie damit umgehen können und den unzähligen Vorteilen, die man als Veganer bereits während dem Essen hat.

Kinder sind keine Roboter

Auf der Weihnachtsfeier, es war das Jahr 2005, saßen wir Nachmittags in einem urigen Restaurant mit Spiele-Ecke. Auch die Zeit war so gewählt, dass jeder seine Kinder mitbringen konnte. Bevor das Essen kam habe ich dem 7 jährigen Paul, der mit seiner Mutter und seiner großen Schwester da war, beim Singen zugehört. Sie hatten die Plätze genau mir gegenüber. Mehr als Bruchstücke bekam er nicht zusammen, aber es schien ihm am besten zugefallen.

Die Stimmung war sehr herzlich und ich kann mich noch erinnern, dass die Kellnerin ihm den ersten Gang, es gab Kürbiscremesuppe, vor die Nase setzte. Sein Gesicht verzog sich, der Ellenbogen stützte auf dem Tisch und demonstrativ versuchte er den Löffel zu verbiegen. Beruhigend legte seine Mutter immer wieder ihre Hand auf seine während sie sich mit ihrer Tochter unterhielt. Ich beobachtete das Schauspiel, erinnerte es mich doch an meine Kindheit.

„Iiiih. Ich will die Suppe nicht essen!“ Die Mutter reagierte gelassen und versuchte es auf die „schlechte Gewissen“ Schiene: „In armen Ländern wären sie schon froh, wenn sie nur die Hälfte davon hätten.“ Paul schob die Unterlippe vor und antwortete: „Ich auch!“ Der ganze Tisch musste lachen. Die Mutter zeigte dann doch Verständnis und reichte den Teller an ihren Kollegen weiter, der sich schon zweimal aufopfernd angeboten hatte.

Kinder sind keine Roboter die man beliebig programmieren kann, jedoch sehr empfänglich für alles von außen. Ihnen ein Bewusstsein für Lebensmittel und die Freude am Essen zu geben liegt in der Hand der Eltern. Der Dank dafür ist ihnen gewiss.

Begeben sie sich täglich von neuen auf die Suche nach guten Produkten, die Auswahl an veganen Lebensmitteln ist sehr gut und wird immer besser, auch für Kinder in allen Jahrgangsstufen. Sie ersparen sich und Ihren Kindern mit einer ausgewogenen, pflanzlichen Ernährung die eine oder andere Erkrankung. Fangen sie früh an.

Herzlich Willkommen auf ihrem Weg zu einem glücklichen, beschwerdefreien Leben.

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